ungarn_1.jpgErlebnisse vom OL-Lager in Bugac mitten in der Puszta. Im Rahmen des Partnerschaftsprojekts von Bussola ok, dem OL Verein von Szeged in Ungarn, verbrachten Eveline Husner mit Jugendlichen aus verschiedenen OL-Vereinen aus dem Aargau eine tolle Woche.










Freitag 12. April 2013
Am Freitagmorgen galt es früh aufzustehen. Bereits um 8.00 Uhr trafen wir uns als 19-köpfige Gruppe- 4 LeiterInnen und 15 Jugendliche aus verschiedenen Aargauer OL-Vereinen - am Basler Euro Flughafen. Nach dem Einchecken und dem üblichen Warten begann das Abenteuer „Ungarn“ bereits mit einem holprigen Flug wegen des starken Windes in Budapest. Von der Stadt Budapest bekamen wir bloss den Flughafen zu sehen. Vor dem Gebäude erwartete uns bereits der Chauffeur für die rund zweistündige Weiterfahrt. Wir fuhren an unzähligen Feldern und kleinen Dörfern vorbei, natürlich alles flach, so dass wir bereits nach wenigen Minuten den Überblick verloren und sich die Dörfer zu wiederholen schienen. Das Abenteuer-Feeling wurde verstärkt, als der etwas in die Jahre gekommene Bus schliesslich auf einen Feldweg einbog und nach 20 Minuten die Unterkunft erreichte. Die idyllische und abgelegene Unterkunft war früher ein Landwirtschaftsbetrieb und gehört heute der ungarischen Umweltorganisation Csemete.
Vor Ort wurden wir sehr herzlich vom ungarischen Leiterteam empfangen.
Die Zimmerzuteilung war rasch geklärt: Im grossen 25-Betten Raum hatte es genügend Platz für alle. Nach den ersten Eindrücken durften wir uns bereits für das Mittagessen auf dem überdachten Sitzplatz vor der Küche hinsetzen. Auf den Tischen standen mehrere gefüllte Suppentöpfe bereit. War das nun die Vorspeise oder der Hauptgang? Um später ja nicht hungern zu müssen, schöpften die meisten gleich zweimal. Der folgende Hauptgang mit Reis, Mais und gefüllten Poulletbrüstchen sättigte dann aber alle mehr als genug.ungarn2.jpg
Das Wetter zeigte sich von der freundlichen Seite, die Temperatur betrug geschätzte 20 Grad. Unser Lagerhaus stand mitten in einem Naturschutzgebiet. Wir begaben uns gleich zu Beginn des Nachmittags auf einen Spaziergang und bekamen eine Einführung in die Welt der dort lebenden Pflanzen und Tiere. Andrea konnte uns zum Glück die Informationen laufend auf Deutsch übersetzen. Aus dem Spaziergang wurde dann ein Jogging über kleine Sandhügel, zurück zur Unterkunft. Das Nachtessen war eine weitere typische ungarische Speise: Knödel mit Aprikosen- und Zwetschgenfüllung. Mit diesem feinen Essen endete der erste eindrucksvolle und interessante Tag.
Sophie Hauller


Samstag, 13. April 2013

Nachdem sich alle Teilnehmer aus den knarzenden Betten geschält hatten, gab es ein reichhaltiges und leckeres Frühstück, draussen in der Sonne.
Nachdem sich alle mehr oder weniger pünktlich bereit gemacht hatten, ging es los zur ersten Etappe des Kisbakter Kupa’s. Dieser Cup wurde extra für dieses Projekt organisiert. Verschiedene Läufer aus der Umgebung, auch von dem SZVSE (Verein der ungarischen Läufer, die auch im Sommer in die Schweiz kommen), nahmen daran teil. Das Gelände war flach, es hatte viele Sandwege und Sandhügel (die das Laufen erschwerten) und auch Dornengestrüppe, welche besser zu umlaufen waren. Die Bahnen waren sehr spannend und für unsere Verhältnisse eher schwer. Die Schweizer machten in diesem speziellen Gelände auch den einen oder anderen Fehler.
Nach dem Wettkampf gab es einen leckeren Lunch. Am Nachmittag fuhren wir nach Kiskunhalas. Dort konnten wir duschen. Das war super, auch wenn die Hälfte des Wassers neben der Duschkabine landete.
Anschliessend fand eine Konferenz zu unserem Projekt statt. Die Trainer stellten gegenseitig die schweizerische und die ungarische Nachwuchsförderung vor. Im ersten Teil waren die Jugendlichen dabei, danach durften wir uns in die Stadt absetzen, während die Konferenz weitergeführt wurde.
In der Stadt assen wir eine leckere Glace und füllten unsere Futter- und zum Teil Biervorräte in einem Spar wieder auf. Danach gab es in Kiskunhalas Abendessen, nämlich Schnitzel, Kartoffeln und Reis.
Mit gefüllten Bäuchen fuhren wir zurück nach Bugac in unsere Unterkunft. Wir durften noch Tee trinken. Schon bald war Bettruhe.
Eveline mit Silas und Cyrill


Sonntag, 14.04.13
Nach einem reichhaltigen Frühstück haben wir uns an die zweite Etappe des Kisbakter Cup gewagt. Der Lauf fand auf einem anderen Teil der Karte im gleichen Wald wie am Samstag statt und bot wiederum viele Möglichkeiten, sich zu verirren. Die heissen Temperaturen und das sandige, offene Gelände brachten alle Teilnehmer schön ins Schwitzen. Doch die Mühen der zwei Tage lohnten sich und somit wurden einige Schweizer mit Podestplätzen und tollen Preisen belohnt.

ungarn3.jpgZur Abkühlung gönnten wir uns eine leckere Glace. Nach einer gemütlichen Heimreise und einer erfrischenden Dusche durften wir unsere Fähigkeiten an einer Bauernolympiade unter Beweis stellen. Von Peitschenknallen, über Bogenschiessen, bis zu Baumstammbowling und Gummistiefelweitwurf war alles dabei.
Danach wurden wir alle mit einem leckeren Abendessen belohnt und liessen den Rest des Tages mit gemütlichem Poker- oder Gesellschaftsspiel ausklingen.
Lena, Rianne



Montag, 15.4.2013
Heute hatten wir das erste Training in Àgasegyhàza. Die Trainingsform war ein Linienlauf und alle kamen gut mit dem Gelände zurecht. Der Wald war neben einem Naturschutzgebiet und deshalb trafen wir diverse Tiere, darunter ein paar Blindschleichen und eine sehr grosse Eidechse.
Am Nachmittag ging es weiter in eine Wohnsiedlung, ausserhalb von Kecskemét. Dort hatten wir einen sehr anstrengenden Sprint unter klarem Himmel. Nach dieser Anstrengung fuhren wir noch in die Innenstadt, wo wir eine kurze Stadtführung bekamen und so etwas über die Geschichte von Kecskemét erfuhren.
Lorenz und Szabolcs

Dienstag, 16.4.2013
Wie jeden Morgen begrüsste uns die Sonne, als wir uns nach und nach zum Frühstück begaben. Da Eveline Geburtstag hatte, durfte das Geburtstagsständchen nicht fehlen. Anschliessend wurde ausgiebig gefrühstückt. Diesmal war die Carfahrt länger als gewohnt und so kamen wir durchgeschüttelt und gespannt auf das Kommende am Start an. Tázlár ist ein offenes Gebiet, das wegen seiner vielen Hügel und Mulden durchaus seine Tücken hat. Es gab ca. 5 Bahnen. Dass wir alle gemeinsam starten konnten, liefen zwei Personen eine Bahn. Das heisst jemand lief gegen den Uhrzeigersinn und jemand mit dem Uhrzeigersinn. Desto schneller man war, desto mehr Bahnen konnte man machen. Da wir in der Unterkunft zu Mittag assen, mussten wir leider schon bald wieder zurückfahren. Es war sehr schade, dass wir nicht mehr Zeit in diesem Gebiet hatten.
Kaum in der Unterkunft angekommen gab es schon Mittagessen. Es schmeckte wieder sehr gut.
Es gab keine grosse Mittagspause, da wir am Nachmittag einen Park OL mit den Kindern vom OL-Club Szeged hatten. Aber bevor wir diesen „Team-OL“ bestritten gab es noch eine Führung durch den Park. Nach dem kurzen Überblick über den nationalhistorischen Gedenkpark durften wir das Rundgemälde anschauen. Es ist so gemacht, dass man das Gefühl hat, auf einem Hügel in einem Teil der Ostkarpaten zu stehen. Nach der Legende kamen an dieser Stelle die ungarischen Stämme aus dem Osten in das Karpatenbecken.
Nach der Besichtigung weiterer Sehenswürdigkeiten, unter anderem einem 3000 Jahre alten Mammutbaumstückes, machten wir uns parat für den Park-OL. Der Ungarische Team - OL ist anders als der uns bekannte Team-OL, dort startete jeder einzeln. (Ungarische Variante: jeder rennt alleine aber die Zeit der Teammitglieder wird zusammengezählt)

ungarn_1.jpgAuch bei diesem OL konnte man so viele Bahnen machen, wie man wollte. Nach dem OL gab es noch ein Gruppenfoto und die Teams wurden verkündet. Müde und um einige Dornenspuren reicher, stiegen wir in unser Car und fuhren zu der Unterkunft.
Nach dem Nachtessen wurde nochmals für Eveline gesungen und es gab für sie noch einen Mikrowellenkuchen. Müde und gespannt, auf was uns morgen erwarten wird, gingen wir in unsere Betten.
Sophie und Nadine



Mittwoch 17.4.13
Heute machten wir uns nach dem Frühstück bereit um nach Szeged, der 5. grössten Stadt Ungarns zu fahren. Da wir für einmal kein OL- Training bestritten und es sehr warm war, konnten wir uns sommerlich kleiden. Immerhin 4 Personen liefen in den Hot- Pants zum Car, der uns in die Stadt brachte. Nach knapp 2 Stunden Fahrt kamen wir in Szeged an. In einem ehemaligen Schulhaus konnten wir unsere Rucksäcke deponieren und verschiedene ausgestopfte Tiere betrachten bevor wir an einer Stadtführung teilnahmen. Wir besichtigten den Dom, erklommen einen Wasserturm, erfuhren viel Interessantes über die Stadt und sammelten wichtige Informationen für das am Nachmittag bevorstehende Spiel Land und Leute. Nach dem wir ins Schulhaus zurückkehrten assen wir zum z’Mittag Wienerli im Teig. Bald darauf tauchten die Ungaren auf und es wurden die Gruppen für das Spiel bekannt gegeben. Mit einem Stadtplan liefen wir in Ungarisch und Schweizer gemischten Gruppen verschiedene Posten an bei denen wir Fragen über Ungarn beantworten mussten. Nach dem Spiel hatten wir noch ein wenig Freizeit in der Stadt bevor wir zu unserer Unterkunft zurück fuhren. Dort assen wir ein feines z’Nacht und gingen einige Stunden später ins Bett.
OLG Suhr (Jasmin und Carmen)


Donnerstag, 18.4.2013
Am Donnerstag gingen wir nach Bòcsa ein Höhenkurventraining machen. Es gab fünf Bahnen eine lange (7.3 km), eine mittlere (5.7 km) und eine kurze (4 km). Die Karten waren reduziert, also nur Höhenkurven und Dickichte waren drauf, wenn jemand nicht sicher war durfte er aber auch eine normale Karte mitnehmen. Das Training war sehr interessant, dochungarn_4.jpg
leider hatte fast niemand genug Zeit oder verirrten sich in diesem extrem schweren Gelände. Nach dem Training fuhren wir zurück zum Csemetehof, wo bereits das Essen bereit stand. Nach dem Essen durften wir dann endlich duschen gehen, diejenigen die vor der Dusche warteten‚ durften helfen das Gemüse zu schneiden, das später in das Essen rein kam. Zum Abendessen sollte es nämlich Pörkölt geben, eine ungarischer Fleischeintopf. Als wir fertig geduscht hatten, wurde uns gezeigt wie man nun schlussendlich das Pörkölt zubereitet und gleich darauf mussten wir schon wieder los um eine Pferdeshow zu besuchen. Die Pferdeshow war lustig, doch die beste Unterhaltung boten nicht die Pferde sondern ein Esel, der auch in die Show miteinbezogen wurde.  
Nach der Pferdeshow durften  wir uns noch ein bisschen auf dem Bauernhof umschauen und alle andern Tiere anschauen.
ungarn5.jpgDabei begegneten wir wieder dem grossen weissen Hund, den wir Knut nannten. Knut begleitete uns zurück zum Hof, wo wir darauf warteten, dass das Pörkölt fertig wurde. Am Abend, kurz bevor das Essen fertig war, kamen dann noch die OL-Läufer aus Szeged. Wir assen gemeinsam und unterhielten uns, oder spielten miteinander. Alle hatten Spass zusammen und der Abend gefiel uns sehr.
Csenge & Csaba




Freitag, 19.04.13
Schon war der letzte Tag des Lagers angebrochen. Nach dem Kofferpacken und dem letzten Sonnentanken stiegen wir ein letztes Mal in unser geliebtes Büssli. Nach zwei Stunden wehmütiger Fahrt durch die ungarische Puszta kamen wir am Flughafen an. Dort hiess es dann Abschied nehmen vom warmen, sonnigen Ungarn. Als es dann auch noch Lorenz ins Flugzeug geschafft hatte, konnten wir den Rückflug antreten. Im kalten, nassen Basel angekommen, machten wir uns alle erschöpft, aber glücklich auf den Weg nach Hause.
Lena, Rianne
 

 

Hallen/Wintertraining

Für Schüler:
Jeweils Mittwochs, 17:30-19:00
Turnhalle Dorf, Oftringen

Für Jedermann/frau:
Jeweils Donnerstag, 20:15-21:45
Bifangturnhalle, Olten
Infos der OL-Regio Olten       

  


Detaillierte Informationen zu allen
Orientierungsläufen findest du HIER