Starke Resultate und Medaillen an den Sprint-Meisterschaften im Orientierungslauf

Zum 50-jährigen Jubiläum organisierte der Orientierungslauf-Club Lausanne-Jorat ein nationales Sprint-Wochenende in Lausanne und begrüsste dazu zahlreiche OL-Läuferinnen und -Läufer aus der ganzen Schweiz. Den Auftakt machte am Samstag die Schweizer Meisterschaft in der Sprint-Staffel. In Viererteams absolvieren dabei zuerst eine Frau, danach zwei Männer und zum Schluss erneut eine Frau ihre Strecke. Austragungsort war Lausanne-Ouchy am Ufer des Genfersees. Zwischen Wohnquartieren, Schulhöfen, engen Gassen, Parks und zahlreichen Touristen galt es, die richtigen Posten möglichst schnell anzulaufen und zu stempeln. Der OLK Wiggertal war mit drei Teams vertreten. Besonders das junge Quartett mit Annalena Zinniker, Laurin Braun, Jan Wullschleger und Eveline Husner überzeugte mit einem starken 10. Rang. Auf das Podest fehlten lediglich rund sechs Minuten.

Am Sonntag wurden die Schweizer Meistertitel im Einzel-Sprint in der Altstadt von Lausanne vergeben. Bereits das Startprozedere sorgte für ein besonderes Erlebnis: Die Läuferinnen und Läufer wurden durch mehrere Stockwerke des kantonalen Museums für Geologie geschleust. Das Laufgelände bot eine anspruchsvolle Mischung aus breiten Strassen, schmalen Gassen, zahlreichen Treppen und vielen Höhenmetern. Besonders die mehrstöckigen Passagen waren anspruchsvoll und knifflig. Sie verlangten den Teilnehmenden einiges ab und führten immer wieder zu kleinen Unsicherheiten, die wertvolle Sekunden kosteten. So hat Maxim Bertschi (Rang fünf, H18) den schnellsten Weg zur oberen Etage zum sechsten Posten nicht auf Anhieb gesehen. Ohne diesen Schnitzer wäre das Podest in Reichweite gewesen. Schwester Anouk (D14), die jüngste Teilnehmerin des OLK Wiggertal, durfte sich trotz Schwierigkeiten bei Posten sechs und sieben über die Bronze-Medaille freuen. Nach dem Zieleinlauf berichtete sie, dass es für sie schwierig war, die Karte bei besagten Posten richtig lesen zu können. Ebenfalls einen Platz auf dem Podest sicherten sich Céline Pel (DAM) und der Routinier Hans Baumann (H85), die beide den dritten Platz belegten. Knapp am Podest vorbei lief Lily Husner (D65), der lediglich sechs Sekunden zu Rang drei fehlten. Mit Platz vier zeigte sie sich dennoch zufrieden. Elisabeth Haberstich (D70) erwischte keinen guten Start ins Rennen, belegte am Ende aber trotzdem den fünften Schlussrang.